Autor: Franz-Josef Schneider

Archive Posts Listed On This Page

Corona-Situation in Uganda (31.3.2020)

Corona Vorsorgemaßnahmen in Uganda

Die Situation in Uganda

  • In Uganda gibt es 1,4 Mio HIV- und 0,1 Mio TBC – Infizierte, 0,8 Mio Diabets- und 4,8 Mio. Bluthochdruck-Patienten also zusammen etwa 6,5-7 Mio Risikopatienten.
  • 10,7 Millionen Kinder besuchen Grundschulen,2 Millionen Kinder die Vorschulen; 2 Millionen Schüler die Sekundarschulen.  548 Studierende sind an Universitäten und Hochschulen immatrikuliert. Das sind insgesamt fast 15 Millionen junger Ugander,  verteilt auf insgesamt 36.285 Grundschulen, 7.308 Vorschulen, 5.553 Sekundarschulen (jeweils staatlich und privat) und 49 Universitäten und 1.543 Hochschulen (technische Schulen, Lehrerseminare, Berufsschulen) usw. usw. Dies sind insgesamt 50.688 mit einer starken Besuchsfrequenz.
  • Bis zum 19.3. gab es noch keinen Fall von Corona in Uganda, wohl aber einige Fälle in den Nachbarstaaten Ruanda und Kenia, die schon vor einer Woche ihre Schulen geschlossen haben. Am 22.3. wurde der erste Coronafall in Uganda gemeldet. Am 31.3. waren  33 Personen als infiziert registriert, der Großteil war aus dem Ausland nach Uganda v.a. über Dubai zurückgekommen.

Maßnahmen, die ab 30.3.2020 gültig sind

1. Ab 30 April 22.00 Uhr dürfen 14 Tage lang keine Privatwagen fahren.
2. Non-Food-Läden sind ab 1. April 14 Tage lang geschlossen.
3. Die Lebensmittelgeschäfte, Apotheken bleiben geöffnet. Vorrangig sollen Produkte ausgeliefert werden.
4. Supermärkte dürfen weiterhin geöffnet sein, aber mit der Standardarbeitsanweisung für Abläufe
5. Etablierte Lebensmittelmärkte bleiben offen, aber mit 4 Metern sozialer Distanz auf dem Markt. Die Verkäufer dürfen während der 14  Tage nicht nach Hause gehen, sondern müssen auf dem Markt schlafen.6. Die Fabriken sollten offen bleiben, aber die Arbeiterinnen und Arbeiter bleiben über Nacht in der Fabrik.
7. Salons und Barbiere schließen
8. Bauarbeiten wird nur dann fortgesetzt, wenn die Arbeiter auf der Baustelle übernachten können.
9. Wesentliche Dienste werden weitergeführt: Bankwesen, Müll, Reinigung, Feuerwehr, Tankstellen, Wasserwerke und Bestattungsdienste
10. Die Fracht wird weiter befördert, jedoch mit einer Mindestzahl von Schiffen. Lastkraftwagen dürfen nicht mehr als 3 Passagiere transportieren.
11. Versammlungen von mehr als 5 Personen verboten.
12. 19.00 Uhr Ausgangssperre in Uganda. Keine Bewegung außer Frachttransporten
13. In (medizinischen) Notfällen kann beim RDC die Erlaubnis zur Reise beantragt werden. Nur Regierungsfahrzeuge unter dem Kommando des Distriktarztes.
14. Es wird ein Fonds zur Unterstützung der Importsubstitution eingerichtet.
15. Erleichterungen bei Banken, Wasser und Strom werden angekündigt.
16. Regierungsangestellte sollten zu Hause bleiben, mit Ausnahme von Armee, Polizei, Gesundheit, Wasser, Telefon und einigen anderen. Standardarbeitsanweisung für Abläufe sollen in den Kasernen umgesetzt werden (z.B. keine Besucher in den Kasernen)
17. Personen, die öffentliche Essen ausgeben (bei denen dann große Menschenansammlungen entstehen), werden wegen versuchten Mordes verhaftet und bestraft. Sie sollten stattdessen an die Anti-Corona-Task-Force spenden.


Maßnahmenkatalog Ugandas für 32 Tage (Kabinettsbeschluß vom 16.3.2020)

  • Alle Bildungseinrichtungen werden geschlossen.
  • Alle religiöse Versammlungen, Massenversammlungen, Discos, die Tanzveranstaltungen, Bars, Sportarten, Musikshows, Kinos und Konzerte sind untersagt
  • Aus dem Ausland zurückkommende Ugander müssen sich in zentrale Quarantänestationen begeben und die dadurch entstehenden Kosten selbst tragen.
  • Hochzeiten (mit den traditionell sehr vielen Gästen) dürfen nicht mehr abgehalten werden. In Ausnahmefällen kann geheiratet werden, wobei maximal 10 Personen teilnehmen dürfen. Die eigentliche Feier kann dann später nachgeholt werden.
  • Bestattungen sollen nur im engsten Familienkreis stattfinden. An Corona verstorbene werden vom Staat ohne die Verwandten bestattet (ähnlich wie schon bei Ebola-Opfern verfahren wurde)
  • Landwirtschaftliche Wochenmärkte sind verboten. Getreide und Vieh kann nur noch ab Hof gekauft werden.
  • Es wird dringend empfohlen, Fahrten mit Bodas, Bussen, Minibussen, Taxis (immer überfüllt) zu unterlassen, soweit irgend möglich. Im Falle eines Ausbruchs wird das Gebiet isoliert und die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel verboten werden.
  • Um den Import von Waren langfristig zu reduzieren, will Uganda im Land Produktionskapazitäten für diese Importgüter aufbauen.

Was bedeutet dies nun für die IMLS

  • Das Betonierung der Decke an der IMLS konnte planmäßig weitergehen und wurde am 28.3.2020 beendet
  • Der Unterricht an der IMLS, und UVCO muss eingestellt werden. Da die meisten Kinder Waisen sind, die keine Eltern mehr haben, ergeben sich fast unlösbare Probelme.
  • Hier ein Situationsbericht der Freiwilligen Julia vom 20.03.2020
  • Die 3 Freiwilligen müssen auf Weisung unserer Bundesregierung nach Hause fliegen
Details

Monatsberichte von Julia

Von Oktober 2019 bis August 2020 leistet Julia ihren Freiwilligendienst an der IMLS als Lehrerin ab.

Monatlich erzählt sie über Ihre Erfahrungen und Erlebnisse. Die reich bebilderten Berichte könnt Ihr hier lesen.

Hier der direkte Link zu ihrem Blog

Details

Newsletter Okt. 2019

         

Die neuesten Informationen sind in folgendem Newsletter zusammengefasst, den Ihr hier herunterladen könnt.

Newsletter Oktober 2019

Details