INTERNATIONAL SCHOOL OF MUSIC, LANGUAGES AND STUDIO PRODUCTION

LEITGEDANKE

„Musik allein ist die Weltsprache und braucht nicht übersetzt zu werden“ sagte einst der deutsche Schriftsteller Berthold Auerbach (1812-1882).

Musik braucht keine Worte, sie kann Menschen auf der ganzen Welt bewegen und vereinen. Musik kann Gemeinschaft und Harmonie erzeugen und Musiker/innen die Chance bieten, sich auch in schwierigen Situation eine „Mahlzeit“ zu erspielen. Aus diesem Grund rief Joseph Wasswa bereits im Jahr 2011 das ehrgeizige Projekt IMLS „International School of Music, Languages and Studio Production“ ins Leben.

Bei dieser Einrichtung  handelt es sich um eine Kombination aus Musikschule, Sprachen- und Volkshochschule mit integrierten Tonstudios. Sie soll in Masaka/Uganda in der Nähe des Viktoriasees erbaut werden und bedürftigen Kindern die Möglichkeit bieten, durch Musik Halt, Struktur und Gemeinschaft zu erfahren. Außerdem soll die IMLS ein Begegnungsort für Menschen sein, die gerne musizieren, jedoch nicht die entsprechenden finanziellen Mittel dazu haben. Durch unterschiedliche Workshops, Kurse und Unterricht von einheimischen sowie internationale Musiker/innen und Fachleuten soll ermöglicht werden, dass Kinder wie Erwachsene sich intensiv mit Musik und Sprachen auseinandersetzen können.

Neben der Pflege des afrikanischen Kulturguts im Unterrichtsfach Ethnomusicology soll  u.a. auch üblicher Instrumentalunterricht wie Klavierspiel oder Gesang und Fächer wie Komposition, Dirigieren oder Chorleitung angeboten werden.Das Workshopangebot soll verschiedene Chor- und Tanz-, aber auch Sprach- oder Computerkurse für einzelne Interessenten, sowie größere Gruppen (z.B. Chöre, Schulklassen, Orchester etc.) bereitstellen. Des Weiteren soll ein Tonstudio dazu dienen, Musiker/innen und Komponist/innen die Möglichkeit zu geben, ihre Werke aufzunehmen, zu publizieren und dadurch bekannter zu werden. Jeder Einzelne ist dazu willkommen, das Verbindende der Musik zu erleben und so in Kontakt mit neuen Menschen auch unterschiedlicher Herkunft zu kommen. Dies kann dazu beitragen, dass  Auseinandersetzungen zwischen Leuten unterschiedlicher Stammesherkunft, die aufgrund der ugandischen Geschichte entstanden, verringert oder vermieden werden.

POSITIVE NEUIGKEITEN

Doch die Geschichte Afrikas bleibt nicht stehen und häufig handelt es sich in manchen Gegenden nicht mehr nur um den „armen“ Kontinent, der so häufig in den Medien mit alten Klischees präsentiert wird, sondern um einen sich immer rascher entwickelnden Teil dieser Erde. So sank beispielsweise in Uganda in den letzten Jahren die Armutsrate auf unter 30% Vgl. http://www.auswaertiges-amt.de und das allgemeine Interesse an Musik stieg an, da für viele Menschen Musik ein Teil ihres Lebens darstellt und sie auch bereit sind, Geld für Konzerte oder CD´s beliebter Musiker/innen auszugeben. Hieraus lässt sich erklären, warum ugandische Künsler/innen, die heute z.B. Pop-, Gospel-, oder afrikanisch-ethnische Musik produzieren, bereits zu den wohlhabenderen Menschen des Landes zählen, und dass deshalb Tonstudios bei ihnen sehr gefragt sind. Da es in Uganda viele musikalisch talentierte Kinder gibt, es jedoch meistens an finanziellen Mitteln oder Förderern, welchediese Talente zu einem professionellen Niveau entwickeln können fehlt, entstand in den letzten Jahren vermehrt die Nachfrage nach einer Musikschule, die dieses Potenzial fördern und vorantreiben kann. Bisher gibt es in Uganda jedoch nur eine einzige Musikschule und ein Sprachinstitut, die sich beide in der Hauptstadt Kampala befinden und nur für einen kleinen privilegierten Teil der Bevölkerung erschwinglich und zugänglich sind. Dementsprechend stößt das IMLS-Projekt  in Uganda bereits bei Musiker/innen und einigen Dozent/innen der Universität Makerere auf großes Interesse, da sie – neben den möglichen Jobchancen für sie – der Überzeugung sind, dass  Musik die Kreativitätskapazität des Menschen erweitert und somit auch den allgemeinen Schulleistungen zu Gute kommen kann. Wasswas früherer Dozent Prof. Dr. Tamusuza und andere Musik- und Sprachdozenten der Universität Makerere freuen sich über dieses „Multiprojekt“ und wollen ihr Bestes geben, damit dieses Vorhaben in Masaka Realität wird und sich im Endeffekt auch z.B. durch den anteiligen Verkauf der im Tonstudio produzierten CD´s, Konzerte und Auftritte selbst tragen kann. Ein weiterer Plan ist, dass sich das Projekt in Zukunft auch durch Teilnahmebeiträge der Menschen vor Ort und mittels Patenschaftsunterstützungen und Kooperationen mit Musikschulen beispielsweise aus Deutschland weiterfinanziert.

AKTUELLER STAND

Obwohl die Planung für die IMLS schon seit 2011 läuft und bereits 2012 ein euro-afrikanisches „Himbisa Mukama“ – Benefizkonzert in Regensburg für die Finanzierung des 200.000 EUR teuren Baus stattfand, werden noch viele Benefizkonzerte und weitere Spendenprojekte notwendig sein, um dieses Projekt umsetzen zu können.Das Gebäude soll in mehreren Phasen gebaut werden und aus drei Stockwerken u.a. mit Konzert-, Konferenz-, Büro-, Aufnahme-, Übungs- und Schlafräumen bestehen. Letztere sind für Gastdozent/innen, Freiwillige, Studierende, Lehrer/innen oder Senior/innen aus Uganda und der ganzen Welt geplant, die ihr Können und Wissen mit TeilnehmerInnen des Projekts austauschen und weitergeben möchten und denen so für die Zeit während der sie sich an der IMLS engagieren, eine Unterkunft geboten werden soll. Erste Architekturpläne wurden bereits erstellt und sind weiter unten in den aufgeführten Links einsehbar.Gemeinsam können wir viel erreichen und jede/r, der/die von diesem Projekt  begeistert ist, kann mitwirken, sei es mit weiteren Finanzierungsideen, eigenen Projekten oder ganz einfach durch eine Spende (Spendenkonto siehe Seitenende). Jede Unterstützung ist willkommen, damit bald mit dem Bau der IMLS begonnen und vielen Menschen  eine intensive Musikerfahrung sowie neue Wege und Möglichkeiten eröffnet werden können!