Der Container ist am Ziel

Instrumente für IMLS

Wenn einige Gegenstände ihre Geschichte erzählen könnten, so würde man sicher manch Wundersames zu hören bekommen…

Ein ganzer Container voll größtenteils gebrauchter und gespendeter Musikinstrumente ist nach langer Reise endlich gut in Masaka, Uganda, angekommen.

Viele der Spender*innen ließen uns teilhaben an der emotionalen Bindung zu ihren Instrumenten: Die Geige, die schon die Großmutter gespielt hat. Das Klavier, das im Wohnzimmer stehend das Familienleben mehrerer Generationen mitverfolgt hat. Die Flöte, die Töchtern, Söhnen und Enkeln das Tor zur Musik geöffnet hat. Oder die Trompete, mit der man einst selbst leidenschaftlich musiziert hat.

All diese Instrumente fügen ihrer Geschichte nun ein weiteres Kapitel hinzu: In der IMLS wird durch sie künftig ugandischen Kindern Bildung und Förderung zuteil. Mit ihnen wird geübt, gespielt, gefeiert und in Konzerten aufgetreten.

Allen Spender*innen gilt großer Dank, dass sie es ermöglicht haben, einen 40-Fuss-Container randvoll zu beladen und knapp sieben Tonnen an Instrumenten zusammenzutragen!

Über 500 Musikinstrumente sind sicher und unbeschadet auf dem afrikanischen Kontinent am Zielort Masaka eingetroffen. Zuerst ein langer Seeweg von Hamburg durch die Straße von Gibraltar, durchs Mittelmeer, den Suezkanal passierend an der Ostküste Afrikas entlang gen Süden, und dann ab Mombasa landeinwärts über Stock und Stein – dieser Weg liegt hinter der klingenden Fracht.

Ebenso ein großes Dankeschön gebührt an dieser Stelle dem Unternehmen Aumüller Druck in Haslbach, das großzügig und unkompliziert Platz für Sammlung, Lagerung und Verpackung der Instrumente zur Verfügung gestellt hat und auch größtenteils die Entgegennahme der Spenden abgewickelt hat!

Herzlich bedanken möchten wir uns auch bei der Städtischen Musikschule Regensburg und der Mittelbayerischen Zeitung, die einen wertvollen Beitrag zum Erfolg des ganzen Projekts geleistet haben.

Zugegeben – es hat vom ersten Spendenaufruf bis zu dieser guten Nachricht insgesamt etwas gedauert. Aber mit vereinten Kräften und letzten Endes mit einem langen Atem haben wir die Sammlung und die mühselige Inventarisierung eines jeden einzelnen Instruments, den wirklich enormen bürokratischen Aufwand der Containerverschiffung, die zeitaufwendige Zollabwicklung in Deutschland, Kenia und Uganda sowie die hochseetaugliche Verpackung glücklich bewerkstelligt.

Da zeitgleich der Bau der IMLS gut voranschreitet (wir berichteten), kann die musikalische Lieferung bald bestimmungsgemäß eingesetzt werden.

FMK Uganda und die IMLS sagen ein großes, herzliches Dankeschön an alle, die zum Gelingen des Containerprojekts beigetragen haben!

Dieses Video zeigt die Abholung des Containers bei Aumüller-Druck in Regensburg Haselbach und die Ankunft am ILMS-Gelände in Masaka.

Beladen des Containers

16 Klaviere & 2 Flügel

Ende Februar 2019 war es soweit: hunderte Instrumente wurden gewogen, katalogisiert, verpackt und fachmännisch im Container verladen. Gut, dass man am Anfang eines Projektes nicht immer weiß, was alles auf einen zukommt… Doch die unglaubliche Spendenbereitschaft war Motivation genug für die Helfer! Die Spannung stieg: werden alle Instrumente heil in Afrika ankommen, darf der Container den Zoll passieren, wird die Weiterreise auf dem LKW klappen?

Eine ganztägige Klavier-Tour für die IMLS

Ein Klavier ein Klavier

Im Frühjahr diesen Jahres hatte der FMK e.V. dazu aufgerufen, Musikinstrumente für die International School of Music, Languages and Studioproduction (IMLS) in Masaka, Uganda, zu spenden. Im Rahmen dieser Sammelaktion sind bereits viele unserem Aufruf gefolgt.

Frei nach dem Motto „Ein Klavier! Ein Klavier!“ machten wir uns mit kräftigen Freiwilligen am 02.9.2018 auf, um fünf Klaviere in Regensburg und Umgebung einzusammeln. Acht Personen, ein Miet-LKW mit elektrischer Ladeklappe und ein Begleitfahrzeug waren morgens um 10.00 Uhr einsatzbereit. Die bis zu 300 kg schweren Instrumente haben uns alles abverlangt. Als wir das erste Klavier im dritten Stock vorfanden, waren unsere Kraftreserven gottlob noch voll. Doch auch die steile Gartentreppe und das eng-verwinkelte Treppenhaus waren Hindernisse, die schweißtreibend überwunden werden wollten. Den LKW mit Augenmaß in die teils sehr engen Wohnstraßen zu zirkeln, war unterdessen weniger ein Kraftakt, als vielmehr reine Nervensache. Unsere liebe Fahrerin hat die niedrigen Unterführungen souverän durchfahren, die engen Einfahrten mit viel Übersicht gemeistert und die mühsam zusammengetragene und sorgsam festgezurrte Fracht schadlos ans Ziel gebracht.

Ein großer Dank geht an die Helfer*innen, die wahrscheinlich noch einige Tage mit einem Muskelkater ihre Freude hatten. Ebenso bedanken wir uns aufrichtig und von Herzen bei den Spender*innen, die uns die Klaviere zur weiteren Verwendung anvertraut haben. Sie alle tragen maßgeblich zum Erfolg unseres Projektes bei!